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Georg Dittrich. Foto: S. Schröder





Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert), 1905_Internet links.jpg

Heinrich Vogeler
Sommerabend (Das Konzert), 1905
Öl auf Leinwand, 175 x 305 cm
Bundesrepublik Deutschland, Land Niedersachsen, Kulturstiftung Landkreis Osterholz
Foto: © Worpsweder Museumsverbund

 

Gespräche im roten Salon

Gespräche im Roten Salon

Schon seit über 10 Jahren finden unter Leitung von Georg Dittrich in der Villa Zanders die "Gespräche im Roten Salon" statt, in denen die in den Ausstellungen angesprochenen Themenbereiche vertieft und diskutiert werden. Nach einer Pause, in der auch die aktuelle Ausstellung besichtigt werden kann, besteht in einem Gesprächskreis Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Beginn jeweils 19:30 Uhr.
In der Pause besteht Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung.
Eintritt 4 € / 2 € für SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildende

Die nächsten Termine:



24. Oktober 2017, 19:30 Uhr                      

Literatur im Roten Salon
Klaus Modick, „Konzert ohne Dichter“

Lesung mit Diskussion

Referent: Walter Demmer, Psychiater und Psychotherapeut, Bergisch Gladbach

Einführung, Lesung und Diskussion des Romans „Konzert ohne Dichter“ von Klaus Modick. Der Kritiker Dennis Scheck schreibt dazu: „Klaus Modick erzählt die Entstehungsgeschichte des berühmtesten Worpsweder Gemäldes, „Das Konzert oder Sommerabend auf dem Barkenhoff“, von einer schwierigen Künstlerfreundschaft - und von der Liebe.“

Worpswede. Rosen, Rhododendren, Geranien und Hortensien blühen, eine schöne junge Frau in kostbarem Kleid steht am oberen Ende einer geschwungenen Freitreppe des Hauses. Rechts musizieren drei Herren, links hören drei junge Frauen sitzend zu, im Hintergrund steht ein bärtiger Mann. Ganz vorn liegt auf der Treppe ein großer russischer Windhund. Zeigt dieses prächtige Gemälde eine Idylle? Keineswegs, denn trotz der Musik, der scheinbaren Geselligkeit und aller Blütenpracht ist das Bild in Wahrheit ein trauriger Abgesang.

Als Heinrich Vogeler (1872-1942) im Jahr 1905 sein Gemälde "Sommerabend" vollendete, steckte er in einer schweren Krise, denn er musste begreifen, dass er mit seiner Ehe und der Vision einer künstlerischen Arbeits- und Lebensgemeinschaft gescheitert war. Das berühmte Gemälde ist das Schlüsselwerk des Romans von Klaus Modick, "Konzert ohne Dichter", © 2015 Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Köln


Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach zahlreichen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis und dem Rheingau Literaturpreis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo. Sein Roman »Konzert ohne Dichter« erschien im Frühjahr 2015 und wurde schnell zum Bestseller.

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14. November 2017, 19:30 Uhr 

Die Farbe als Farbe – über das Verhältnis von Wissenschaft und Kunst, oder die unterschiedliche Art sich ein Bild zu machen.

Vortrag mit Bildern                      

Referenten: Georg Dittrich, Künstler und Architekt, und Dr. Wilhelm Krieger, Radiologe, Bergisch Gladbach

Die Farben sind etwas Alltägliches und Selbstverständliches in unserem Leben, sodass wir sie gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Die meisten Menschen fragen nicht nach dem Wesen der Farbe. Täten sie es, sie würden es sehr schwer haben, darauf eine Antwort zu finden.

In dem Vortrag soll es dennoch versucht werden - und zwar aus der Perspektive der Wissenschaft und der Kunst: „Denn erst die Summe aller Perspektiven ergibt das Bild der vollen Wirklichkeit“ (Ortega y Gasset).



Die Gespräche im Roten Salon werden gefördert durch:

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