Koehler Decollage

Reinhold Koehler, Décollage Gravé, 1960-66, Gouache, Messer, Abriss (Foto: M. Wittassek)

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Reinhold Koehler, Thorax 9, 1958 V, 1958, Plakatdécollage auf Leinwand, 102 x 54 cm, Sammlung "Kunst aus Papier", Bergisch Gladbach (Foto: M. Wittassek)
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Reinhold Koehler, D 1959 - 29, Serie R Décollage 1959 V 4 (a) Tusche, Aquarell, Feder und Abriss auf Zeichenkarton, Slg. Karin und Armin Menzel, Siegen (Foto: H. Witte)
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Katalog: Reinhold Koehler - Décollagen. Mit Texten von Angela Koehler, Dieter Ronte und Petra Oelschlägel sowie einem von Angela Koehler erstellten Werkverzeichnis der Décollagen (Mitarbeit: Hartmut Witte), 208 Seiten, Hardcover, Hrsgg. von Kunstmuseum Villa Zanders, 2017, Museumspreis 24 €
Reinhold Koehler Décollage 14.01. – 22.04.2018

Reinhold Koehler, Décollage positiv - negativ, 1963_III (Ausschnitt), Tusche auf diversen Papieren auf Leinwand, Rheinisches Landesmuseum Bonn (Foto: J. Vogel)

Reinhold Koehler - Décollage

14. 01. – 22. 04. 2018

Einladung


Zur Eröffnung am Sonntag, dem 14. Januar 2018 um 11:30 Uhr laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein.

Begrüßung:
- Josef Willnecker, 1. Stellvertr. Bürgermeister
- Dr. Petra Oelschlägel, Kunstmuseum Villa Zanders

Einführung: Prof. Eberhard Fiebig, Kassel 

Musikalischer Beitrag: Markus Hufschmidt, Flöte; Iwona Salling, Klavier


Reinhold Koehler (1919 – 1970) gehört sicher zu jenen Künstlern, denen noch nicht der ihnen angemessene Platz in der deutschen Kunst eingräumt wurde. In den wenigen Jahren zwischen dem Zweiten Weltkrieg und seinem plötzlichen Tod im Jahr 1970 hat er ein immenses künstlerisches Werk entwickelt und sich dem Prinzip der Décollage in den verschiedenen Medien verschrieben.


Nach einer letzten umfangreichen Präsentation seines Werks in den Jahren 1985/86 will diese Ausstellung in einem Haus, das sich der Kunst aus Papier widmet, die facettenreiche Werkgruppe der Décollagen mitsamt ihrer Entstehungsgeschichte vorstellen. Koehlers Entwicklung von der klassischen Malerei sowie die Befreiung vom Gegenstand dürften dabei als repräsentativ für eine ganze Generation von Künstlern gelten.


Mit großem Eifer hat Reinhold Koehler seine Ausdrucksmittel innerhalb weniger Jahre umfassend erweitert und zu einer zuweilen radikalen, oft aber auch poetischen Bildsprache gefunden. Dazu wählt er die Décollage: Strukturierung der noch weißen Oberfläche mit Messereinschnitten, darüber Einschwärzung oder Einfärbung und schließlich Gestaltung durch Wegreißen größerer und kleinerer Papierfetzen. Daneben entstehen mit ähnlicher Technik auch die farbintensiven Plakatdécollagen.


Das aggressiv-destruktive Moment findet sich so bei ihm zusammen mit aufbauend-gestaltenden Arbeitsprinzipien, die er sowohl in seiner Lyrik als auch in Materialbildern fortgeführt hat.


Es erscheint ein Katalog mit Texten von Angela Koehler, Dieter Ronte und Petra Oelschlägel sowie einem von Angela Koehler erstellten Werkverzeichnis der Décollagen (Mitarbeit: Hartmut Witte), Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach 2017, 208 Seiten, 24 €.


Christiane Vielhaber zur Ausstellung auf WDR3, Mosaik, 16.01.2018


Koehler 1961

Reinhold Koehler, Décollage Pur, D 1961_13, Gouache, Feder, Abriss auf Zeichenkarton (Foto: H. Witte)