Caspar Scheuren, Waldmühle, um 1850
Caspar Scheuren
1810 in Aachen geboren, zählt auch Scheuren zu den Schülern Schirmers.

Er trat 1829 in die Düsseldorfer Akademie ein und studierte 1830-34 in der Landschaftsklasse Schirmers.

1835 eröffnete er in Düsseldorf ein eigenes Atelier. Im gleichen Jahr unternahm er eine erste Italienreise, auf die 1843 eine zweite folgte.

Ab 1853 war er der Zeichenlehrer der späteren Kaiserin Augusta und hatte damit Zugang zum Hof.

1855 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt.

1864 erlitt er eine schwere Nervenerkrankung, nach der fast keine Gemälde mehr entstanden.

Er starb 1887 in Düsseldorf.

Scheuren war ein außerordentlich produktiver Landschaftsmaler, Aquarellist, Illustrator und Gebrauchsgrafiker. Im Mittelpunkt seiner Kunst stand zeitlebens der Rhein mit seinen alten Städten, Burgen, Kirchen, Sagen und Geschichten.

Die Verschmelzung von Natur, Historie und Literatur zu einem kaleidoskopartigen Ganzen kulminierte 1862 in der Aquarellfolge „Landschaft, Sage, Geschichte und Monumentales der Rheinprovinz“, die als monumentale Farblithografien eine weite Verbreitung fanden. Sein lebhaftes Interesse an der Abtei Altenberg im Bergischen hat in vielen Darstellungen ihren Ausdruck gefunden, wobei seine romantische Sicht nur für die Ruine, nicht jedoch für deren Wiederaufbau empfänglich war.

Scheuren muß mehrmals in Bergisch Gladbach gewesen sein, was durch seine Ansichten des Hauses Lerbach und des Alten Schlosses in Bensberg  bezeugt ist.

Die Galerie besitzt mehrere Gemälde dieses Spätromantikers, hierunter eine ungewöhnlich große Ansicht einer phantastischen Burg im Geiste Schirmers als Dauerleihgabe aus Privatbesitz. Eine Kollektion hervorragender Aquarelle ergänzt diesen Bestand.